Infos- und Ideen zur 5. Fastenwoche: "einfaches Leben"

Woche 5

In der fünften Fastenwoche haben wir uns mit dem Thema "einfaches Leben" auseinandergesetzt.

Aufgaben dieser Woche:

  • ich gehe spazieren, suche den Kontakt zur Natur und danke für Gottes Schöpfung.
  • Ich überlege, wo ich mein Leben entschleunigen kann.
  • Ich betrachte die Menschen um mich herum. Als Zeichen der Achtung spreche ich jemanden ein Kompliment oder meinen Dank aus.
  • Ich diskutiere mit meiner Familie oder im Freundeskreis die Frage, was Lebensqualität ausmacht und was uns Lebensglück, Erfüllung und Zufriedenheit bringt.
  • Ich gehe durch die Zimmer in meiner Wohnung und sortiere einige Dinge aus, die noch gut sind und die ich aber nicht mehr verwende, und spende sie oder gebe sie an andere weiter.

Unter "einfachem Leben" kann man sicher Vieles verstehen. In unserer Fastengruppe haben wir uns darüber ausgetauscht wie wir Gottes Schöpfung in den Blick nehmen, wofür wir dankbar sind - besonders jetzt.

Und das es eine gute Zeit ist, um die vielen Dinge die sich bei uns Zuhause angesammelt haben einmal anzugucken und gegebenenfalls auszusortieren.

Als Gast hatten wir Lina Jachmann, die uns von ihrem Buch "einfach leben" erzählt und tolle Anregungen zum Entrümpeln gegeben hat. Wer mag, hin zu einem minimalistischen Lebenstil:

Tipps zum Minimalismus/Entrümpeln:

  • Klein anfangen: mit einer Kiste, einer Schublade, einem Themenbereich, einem überschaubaren Projekt.
  • Einen Überblick verschaffen und dann Dinge raussuchen die „für mich schön“ sind, statt „was ich nicht mehr brauche“.
  • Nachsichtig mit sich selbst sein.
  • Erst grob bei den Dingen anfangen die einem leicht fallen / die als störend empfunden werden. Danach emotional Schweres.
  • Dingen einen festen Ort geben. Wenn dieser fehlt ist es ein Indiz dafür das es über ist.
  • Es sich beim Entrümpeln nett machen, mit Musik oder einer zweiten Person.
  • Eine gewisse Zeit aus dem Koffer zu leben und schauen was man wirklich heraus nimmt.
  • Entrümpeln/Minimalismus ist eine Reise.
  • Anzufangen ist schwer, aber es wird leichter.
  • Sich nicht GEGEN die Sachen entscheiden, sondern FÜR die Dinge die bleiben dürfen.

Thesen dazu, weshalb es sich lohnt:

  • Ich bin für alle meine Dinge verantwortlich.
  • Wir schützen das Klima, wenn wir Ressourcen lange nutzen oder dafür sorgen, dass andere sie nutzen können.
  • Es macht den Kopf „frei“, wir werden wieder fokussierter.
  • Wir schätzen Wert was wir haben und sind umgeben von unseren Lieblingssachen.
  • Dingen ein neues Zuhause zu geben macht glücklich und bringt uns mit Menschen in Kontakt

Herausforderungen:

  • Ist der begonnene Bereich zu groß gewählt entsteht schnell der Effekt der „Erstverschlimmerung“.
  • Die eigene Rolle. Wer entrümpelt was und wie?
  • Bei Unsicherheiten (besonders bei Schriftstücken) hilft es sie zu digitalisieren. Geht auch mit Dingen an die man sich erinnern, sie aber eigentlich nicht behalten will!
  • Achtsamkeit bei neuen Dingen!
    • Erst Altes aufbrauchen/verändern/reparieren, bevor Neues gekauft wird.
    • Thema Geschenke: reduzieren auf ein Geschenk oder gemeinsame Erlebnisse schenken
  • Wohin kann ich noch Nutzbares weitergeben?
  1. Tauschbörsen/Verschenken Gruppen:
    1. im Freundeskreis, der Familie, Freizeitgruppen u.a. eine ins Leben rufen.
    2. Im Kreis Pinneberg auf der Plattform Plietschplatz
    3. Ebay Kleinanzeigen
    4. free-your-stuff.com
    5. An einen „Umsonstladen“ verschenken.
  2. Sozialkaufhaus/Kleiderkammern der Diakonie, Caritas u.a.
  3. Büchertauschregale (oft bei Kirchengemeinden 😉 ) oder auch in alten Telefonzellen, bei Privatpersonen, in Bus und Bahn. Kann man auch wunderbar selbst ins Leben rufen.
  4. Tipps zur Verwendung alter Bücher mit Anregungen vor Ort, Onlineadressen und Ideen zum „verbrauchen“.
  5. Momox.de – nicht nur Bücher, auch CDs, Videospiele u.a.
  6. Lieblingsbücher auf die Reise schicken und verfolgen: Bookcrossers.de

Und wenn einmal etwas kaputt gegangen ist gibt es mittlerweile viele RepairCafés. Zum Beispiel in Elmshorn. Kontakt über repaircafe-elmshorn@web.de

 

Weshalb „einfaches Leben“ große Auswirkungen haben kann erzählen die Employees und Oma’s for future in ihrem Podcast:

Leben in der 1. Welt - https://www.youtube.com/watch?v=X7CE4wh4ZIA

Wohlstandsblüten - https://www.youtube.com/watch?v=Vs1h9WvcHds

Kauf 3 zahl 2 - https://www.youtube.com/watch?v=EXdLMkdZPUY

 

Wer für uns noch weitere Tipps oder Informationen zum Thema hat, kann uns schreiben und unsere Sammlung und unseren „Ideenbaum“ füllen. Eine Vorlage liegt unserem Fastenbrief bei, den wir passend zu jeder Woche an unseren Kirchen auslegen.

 

Wir treffen uns jede Woche Donnerstag von 18 bis 19:30 Uhr online. Zugang auch über Telefon möglich!

Um eine Anmeldung wird gebeten!

Diese Übersicht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.